Vergessene Sieger

Jahre danach

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-95462-489-8
Erscheinungsdatum
24. März 2015
Mitwirkende
Sprache(n)
Format
Gebunden
Abmessungen
22,5 x 2 x 27,7 cm
Anzahl Seiten
160
Preis
€ 24,95

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Beschreibung des Verlages

Auf den Spuren der Sowjetarmee in Ostdeutschland – was war, was ist geblieben

Zwischen 1991 und 1994 zog die damalige russische Besatzungsmacht mehr als 500.000 Menschen samt Material aus dem Gebiet der früheren DDR ab. Am 25. Juni 1994 wurden sie mit einer Militärparade in Berlin offiziell verabschiedet.
Joachim Liebe hat den Abzug mit seiner Kamera festgehalten. Er war in den Kasernen und porträtierte Soldaten und Offiziere, und er dokumentierte Jahre später, was von der Roten Armee geblieben ist – leer stehende Gebäude, verwitternde Propagandaplakate, aber auch bis heute gepflegte und besuchte Grabmale auf den Militärfriedhöfen. Mit seinen Fotografien „von symbolischer Bedeutung und Anmutung“ (T. O. Immisch) hält er ein Stück Zeitgeschichte fest und gibt so den „vergessenen Siegern“ über den Nationalsozialismus ein Gesicht, das überdauern kann.
Mit Beiträgen von Gunther Butzmann (Leiter der kommunalen Friedhöfe in der Landeshauptstadt Potsdam), T.O. Immisch (Kurator für Photographie an der Staatlichen Galerie Moritzburg in Halle), Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst) und von Friedrich Schorlemmer (Theologe und DDR-Bürgerrechtler).

Über die Mitwirkenden

Über die Buchreihe

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VIP-Meinung zu diesem Buch

Pressestimmen

»Wehmut schwingt in Joachim Liebes Fotos mit. Denn er weiß, dass es deren Väter und Großväter waren, die Deutschland 1945 befreiten. Unter dem Titel ›Meinst du die Russen wollen Krieg‹ steuerte Friedrich Schorlemmer ein Essay zu diesem berührenden Band bei.« (Neues deutschland)

»Ein Stück Zeitgeschichte in Bildern.« (Marina Conrad, OsterlandSonntag Altenburg)

»Eine einfühlsam fotografierte und zeithistorisch hochinteressante Dokumentation.« (Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung, 1./2. August 2015)

»Es ist ein bemerkenswerter Foto-Essay über die aufregende Zeit geworden, als sich die Welt nach dem Ende des Kalten Krieges im Großen so rasant veränderte wie die Lebenswirklichkeit der ehemaligen DDR-Bürger im Kleinen.« (Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung)

»Sie kamen 1945 als Bezwinger Nazi-Deutschlands. Als die russischen Truppen abzogen, war der Ruhm jedoch schon lange abgeblättert, wie Fotografien von Joachim Liebe eindrucksvoll zeigen.« (Hagen Eichler, Volksstimme)

»Ein Stück deutscher Zeitgeschichte, welches den Betrachter veranlasst sich mit alten Vorurteilen auseinanderzusetzen.« (Manfred Orlick, HalleSpektrum.de)

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

Die Wiedervereinigung Deutschlands wäre ohne den Abzug der sowjetischen Truppen aus der ehemaligen DDR nicht möglich gewesen. Die einst so stolze Siegerarmee, die gemeinsam mit den 3 Westmächten Deutschland von der Naziherrschaft befreit hatte, zog zurück in ihre Heimat, die es so nicht mehr gab. Die Sowjetunion hatte sich nach dem Putsch gegen Gorbatschow August 1991 selbst aufgelöst. 340.000 Soldaten mit 210.000 Familienangehörigen verließen Deutschland und gingen in eine unsichere Zukunft. Manche blieben auch zurück, die im Krieg gefallenen und auch zwischen 1945 und 1994 verstorbenen Angehörige der Sowjetarmee liegen auf Grabstätten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.

Dieser Wunderschöne Bildband öffnet die Augen für diese Aspekte der gesamtdeutschen Geschichte. Für mich als gebürtigem Westdeutschen waren viele dieser Vorgänge und Zusammenhänge nicht so geläufig. Besonders nachdenkenswert sind die Zeilen vom Friedrich Schorlemmer, evangelischer Theologe und DDR-Bürgerrechtler, unter der Überschrift „Meinst Du, die Russen wollen Krieg?„.

Das erste Kapitel ist überschrieben mit „Der Abzug“ und zeigt Bilder aus den Kasernen der Sowjets, Aufmärsche und Abtransport von Rüstungsmaterial, teilweise auch sehr private Bilder. Soldaten machen Liegestütze, Passanten schauen zu, Soldaten tragen „West“-Plastiktüten, skurrile Situationen einer Armee und einer politischen Doktrin in Auflösung. Diese Bilder sind alle in schwarz-weiß gehalten. Im zweiten Kapitel geht es „Orte und Spuren„, also um die Hinterlassenschaften der Sowjetarmee. Bilder zeigen Inschriften, Tore, Mauern, Plattenwege, Appellplätze, Reste von Bauschmuck, den roten Stern im Zentrum und vieles mehr. Im 3. und letzten Teil „Die Hiergebliebenen“ geht es um Garnisonsfriedhöfe, Fotos von Fotos der dort Bestatteten, verunglückter Panzerfahrer, abgestürzter Piloten oder hier gestorbener Familienangehöriger von Offizieren. Sie sind hier geblieben, hier begraben. An sie erinnern ihre Portraits auf den Grabsteinen.

Ein Wunderschöner Bildband, der nachdenklich macht und dankbar, dass die Wiedervereinigung Deutschlands, trotz aller Befürchtungen, so friedlich verlaufen ist.

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