Straßen der DDR

Wie es war zwischen Elbe und Oder unmittelbar nach dem Mauerfall

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-667-11663-5
Erscheinungsdatum
12. September 2019
Mitwirkende
Sprache(n)
Format
Hardcover
Abbildungen
400 dokumentarische SW-Fotos
Abmessungen
25 x 2,3 x 28,6 cm
Anzahl Seiten
240
Preis
€ 29,90

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Beschreibung des Verlages

Der Tourist, der heute durch die östlichen Bundesländer fährt, sieht sie wirklich: blühende Landschaften mit restaurierten Städten, erneuerten Straßen, Industrieansiedlungen und einer modernen Infrastruktur. Im Frühjahr 1990, als die Aufnahmen für dieses Buch entstanden, waren die Altlasten der Vergangenheit noch deutlich zu erkennen: Häuser, die seit den 1930er Jahren nicht mehr renoviert worden waren, Pflasterstraßen, Brachflächen. Die DDR, so wie sie war, existiert längst auch im äußerlichen Erscheinungsbild nicht mehr.

Von großem historischem Wert ist es daher, dass der Zustand des Osten direkt nach der »Wende« im Bilde festgehalten wurde, bevor die Bagger und Baumaschinen, die Handwerker und Straßenbauer, die Spekulanten und Supermarktketten kamen und die Landschaft vielerorts völlig veränderten.

Michael Krone, diplomierter und renommierter Industrie-Fotograf, hatte im April/Mai 1990 die geniale Idee, durch die untergehende DDR zu reisen, und zwischen Tangermünde und Berlin, Leipzig und Dresden, Potsdam und Zwickau den Zustand der Straßen, Plätze, Gleise und Wasserwege zu dokumentieren, wie er sich noch auf unverfälschte Weise präsentierte: die marode Infrastruktur, die im Zweitakt mülmenden Autos der Marken IFA, Trabant und Wartburg, die Motorräder, die Lastwagen, die Straßenbahnen, Güterwaggons, Flussfähren. Und natürlich die Menschen, die im Gefühl der neuen Freiheit mehr oder weniger hoffnungsvoll in die Zukunft blickten.

2019, 30 Jahre nach dem Mauerfall am 9. November 1989, bringt SCHNEIDER MEDIA eine aufgewertete Neuauflage der 2008 erstmals veröffentlichten und preisgekrönten Fotosammlung heraus. Ein Essay des Dresdner Erfolgsautors Peter Richter bereichert den Band. »Straßen der DDR« ist ein unbestechlicher Blick auf die Realität eines heute nicht mehr existierenden Staates, dies auf 240 Seiten und anhand von rund 400 ausgewählten Fotos.

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Pressestimmen

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

Heute jährt sich die Wiedervereinigung unseres Landes zum 29. Mal. Die „blühenden Landschaften“ sind entstanden. Einheitliche Lebensverhältnisse haben wir leider nach wie vor nicht. Es gibt noch viel zu tun.

Ich bin nie in der DDR gewesen. Das erste mal im Osten war ich im November 1990, also wenige Wochen nach der Wiedervereinigung. Nach einem Termin in Ansbach (Mittelfranken) kam mir spontan die Idee nach Leipzig zu fahren. Tags drauf war ein Feiertag (Buß- und Bettag). Was mir auffiel, waren verfallende Häuser, Straßen, die mehr Löcher als Teerdecke hatten und hauptsächlich aus Kopfsteinpflaster bestanden. Der Gestank von 2-Takter-Motoren vermischte sich mit dem Qualm aus den Schornsteinen, der mit Braunkohle betriebenen Heizungen. Bei der Rückfahrt über Jena, Weimar und Eisenach ergab sich ein ähnliches Bild. In Eisenach fiel mir auf, dass es kaum eine Beschilderung Richtung Autobahn gab, so irrte ich herum und endete immer wieder in einer Plattenbausiedlung. Und die Fahrzeuge um mich herum waren damals hauptsächlich Trabbis, wenige Wartburgs, osteuropäische Importwagen und die damals bereits nicht unerhebliche Zahl westdeutscher Fahrzeuge. Auf Brachflächen zwischen den Orten fanden sich Gebrauchtwagenhändler, die damals das Geschäft ihres Lebens gemacht haben.

Dieser Wunderschöne Bildband weckt meine Erinnerungen aus jener Zeit wieder auf, auch wenn ich nur ein zeitlich und regional kleinen Ausschnitt aus der damaligen Lebenswirklichkeit gesehen habe. Die Fotografen dieses Buches jedoch zeigen, wie zwischen Tangermünde und Magdeburg oftmals die Zeit in den 1930er Jahren stehengeblieben war. Allerdings zeigt sich, dass man in der DDR doch bemüht war historische Bausubstanz z.B. das schöne Fachwerk zu erhalten und herauszuputzen.

Die zahlreichen Fotos in schwarzweiß zeigen Tangermünde, Magdeburg, Bitterfeld, Dresden, Wittenberg, Bischofswerda, Zittau, Zschopau, Chemnitz, Zwickau, Naumburg, Ronneburg, Erfurt, Eisenach, Potsdam und natürlich Berlin (Ost) und zahlreiche andere Orte in den neuen Bundesländern. Für die einen eine nostalgische Erinnerung an frühere Zeiten, für andere, wie mich,  eine Entdeckungsreise in einem nach wie vor recht unbekannten Land. Empfehlenswert für beide.

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