Städte der Welt

Einblicke in diesen Wunderschönen Bildband:

Beschreibung des Verlages:

Über vier Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung bringt TASCHEN eine der Perlen der urbanen Kartografie und historischen Dokumentation städtischen Lebens neu heraus. Die hochwertigen Reproduktionen dieses Nachdrucks versammeln sämtliche Farbtafeln aus Civitates orbis terrarum, einer großartigen Sammlung von Stadtplan-Stichen, die zwischen 1572 und 1617 entstanden.

Mit seinen Plänen, Ansichten aus der Vogelperspektive sowie Karten aller großen europäischen Städte plus wichtiger urbaner Zentren in Asien, Afrika und Lateinamerika vermittelt dieses Meisterwerk urbaner Kartografie uns einen umfassenden Überblick über das Leben in der Stadt an der Schwelle zum 17. Jahrhundert. Herausgegeben und kommentiert wurde es von dem Theologen und Verleger Georg Braun. Die Stiche stammen größtenteils von Franz Hogenberg, es waren jedoch insgesamt über 100 verschiedene Künstler und Kartografen daran beteiligt. Diese steuerten nicht nur Ansichten von Städten bei, sondern trugen mit zusätzlichen Elemente wie Illustrationen von Menschen in regionaler Tracht, Gerichtsszenen sowie topografischen Details dazu bei, die generelle Lage, wirtschaftliche Kraft und den politischen Einfluss einer jeden Stadt darzustellen.

Die Tafeln werden von ausgewählten Auszügen aus Brauns Originaltexten über die Geschichte und Bedeutung jedes urbanen Zentrums begleitet. Zusätzliche ausführliche Kommentare setzen jeden Stadtplan in einen kartografischen und kulturellen Kontext.

Pressestimmen:

“It is fascinating from start to finish, and gives you a far more vivid sense of Renaissance Europe than any history book could.” (The Sunday Times, London)

Über die Mitwirkenden:

Stephan Füssel ist Leiter des Instituts für Buchwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Inhaber des dortigen Gutenberg-Lehrstuhls. Er hat zahlreiche Schriften über das frühe Druckwesen, die Rolle und Bedeutung des Buches vom 18. bis zum 20. Jahrhundert sowie zur Zukunft der Medien publiziert.

Rem Koolhaas ist Mitbegründer des Office for Metropolitan Architecture. Vor dem Architekturstudium arbeitete er als Journalist und Drehbuchautor. Im Jahr 1978 veröffentlichte er Delirious New York, a retroactive Manifesto for Manhattan. Sein Buch S,M,L,XL aus dem Jahr 1995 fasst die Arbeit von OMA zusammen und stellt Verbindungen zwischen der zeitgenössischen Gesellschaft und Architektur her. Neben vielen anderen internationalen Auszeichnungen und Ausstellungen erhielt er den Pritzker Prize (2000) und den Praemium Imperiale (2003). Im Jahr 2014 kuratierte er die ArchitekturBiennale in Venedig und veröffentlichte sein Buch Elements of Architecture, das aus seiner viel gelobten Ausstellung auf der Biennale hervorging.

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband:

Ich liebe diese alten Stadtpläne und Darstellungen des städtischen Lebens schon lange. Deswegen ist die Freude bei mir groß, dass ich diesen wirklich Wunderschönen Bildband mein Eigen nennen darf. Vielleicht ist es diese Anmutung von heiler Welt, die diese Stiche aus dem 16. und 17. Jahrhundert vermitteln, die es so heute, vor allem in unseren Großstädten, nicht mehr gibt.

Dieser Band ist ein voluminöses Buch, sehr beeindruckend aber vor allem mit informativem und sehenswertem Inhalt. Im ersten Teil wird die Entwicklung der Stadtansichten erzählt. Angefangen mit Bernhard von Breidenbach (1440 - 1497) , der eine populäre Reisebeschreibung in das Heilige Land verfasst hatte, über die Schedelsche Weltchronik (1493), Sebastian Münster (1488 - 1552), dem Herausgeber der Cosmographia (1544) und Abraham Ortelius (1527 - 1598), dem Herausgeber der Theatrum Orbis Terrarum. Beides Meilensteine auf dem Gebiet der Kartografie und der Stadtansichten. Schließlich wendet sich dieses Buch Georg Braun (1541 - 1622), dem Herausgeber der Civitates Orbis Terrarum, zu. Dieses 6-bändige Werk war ein Meilenstein in der Entwicklung der Stadtansichten und setze völlig neue Maßstäbe und war ein Jahrhundert lang sowohl Vorbild als auch Fundgrube für andere Werke. Die Stadtansichten stammten nicht von Georg Braun selbst, sondern überwiegend vom Kupferstecher Franz Hogenberg (1535 - 1590) und dessen Sohn Abraham Hogenberg (1608 - 1653), aber auch zahlreichen anderen.

Im Hauptteil werden die Stadtansichten aus dem Civitates Orbis Terrarum gezeigt, und darin könnte ich stundenlang stöbern. Die Erläuterungen aus dem Originalwerk (Kartuschen genannt) waren in Latein, hier gibt es eine deutsche Übersetzung. Es finden sich Stiche aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Niederlande, Belgien, Portugal, Russland, England Tschechien, Österreich, Schweiz, Ungarn, Italien, Türkei, Griechenland, Malta, Marokko, Kenia, Jemen, Indien, Iran, Ägypten, Mexiko, Peru und vielen vielen anderen Ländern. Umwerfend ist, wie viele Details diese Kupferstiche zeigen. So z.B. die Landestrachten der Stadtbevölkerung, mythologische Figuren und Szenen aus dem Alltagsleben in den Städten. Hochinteressant, wenn man sich entsprechend Zeit  nimmt.

Ich kann jedem diesen Wunderschönen Bildband empfehlen. Es gibt sehr viel zu sehen und viel zu lernen über unsere Geschichte!

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