Schwein gehabt

Eine Autobiografie in Bildern

Mit Essays von Elke Schmitter und Leon de Winter

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-8135-0750-8
Erscheinungsdatum
15. August 2016
Sprache(n)
Format
Paperback, Flexobroschur
Abmessungen
21 x 2,2 x 21,6 cm
Anzahl Seiten
256
Preis
€ 24,99

Keinen Wunderschönen Bildband mehr verpassen

Suche nach Wunderschönen Bildbänden

Detailsuche unter "Alle Bildbände"

Einblicke in diesen Wunderschönen Bildband

Beschreibung des Verlages

Henryk M. Broder: Jetzt fotografiert er auch noch!

Seit Jahrzehnten ist Henryk M. Broder unterwegs zwischen Europa, den USA und dem mittleren Osten. Immer dabei: Seine Kamera. Eine Auswahl aus Tausenden von Motiven seiner Fotosammlung zeigt den großen Reporter von einer ganz anderen Seite. Broder bleibt der scharfe und pointierte Beobachter, doch zugleich offenbaren die Bilder seinen fast zärtlichen Blick auf Schönheit, Unterschiedlichkeit und Absurdität des menschlichen Alltags.

„Auf den ersten Blick ist es trostlos auf den meisten von diesen Bildern, auf den zweiten komisch, auf den dritten absurd. Das ist der klassische Dreischritt vieler von Broders Geschichten. (…) Das Leben ist absurd, aber das Absurde ist eben Leben.“ Elke Schmitter

„Henryk kann die Welt lesen, als wären seine Augen Scanner. Er liest das Schöne, das Hässliche, das Zärtliche, das Rührende. Kein Wunder also, dass er fotografieren kann. (…) Als Schriftsteller ist er ein Kulturkritiker, der gnadenlos Gefangene macht, aber in diesen Fotos zeigt er sich als ironischer Romantiker.“ Leon de Winter

Über die Mitwirkenden

Über die Buchreihe

Über den Verlag

VIP-Meinung zu diesem Buch

Pressestimmen

»Pünklich zum 70. Geburtstag hat Henryk M. Broder sein Fotoarchiv geöffnet. Das Resultat ist eine Liebeserklärung an die Welt« (Jüdische Allgemeine)

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

Über Hendryk M. Broder zu schreiben ist nicht ungefährlich. Die einen lieben, die anderen hassen ihn. Die Süddeutsche Zeitung nennt ihn „Autor und Universalkritiker mit Hang zur großen Provokation…Broder gehört zu den Chef-Provokateuren der deutschen Medienlandschaft“. Die FAZ schreibt nach einer Ausgabe von Frank Plasberg’s „Hart, aber fair“, bei der Broder Teil der Diskussionsrunde war: „Wir erlebten einen eitlen, zynischen, selbstgefälligen älteren Mann, der überheblich grienend Personen demütigte, weil sie das hatten, was ihm fehlte: Respekt vor der Würde des Menschen“. Harte Worte. Auf seinem eigenen Blog findet sich ein Interview, in dem er sich selbst als „Mediennutte“ bezeichnet. Ansonsten habe ich kaum positive Beiträge über ihn im Netz gefunden. Vermutlich sind die Kritiker in der Mehrzahl und die anderen sind nicht so lautstark. Aber zum Glück muss ich hier weder in das eine, noch das andere Horn blasen. Es geht „nur“ um ein Buch.

Ich habe mich schön des öfteren gefragt, warum dieser Mann so gehasst wird. Sein Zynismus? Sicher. Seine fehlende Altersmilde? Ganz bestimmt. Vielleicht ist es aber auch so, dass er in Gedanken immer 2, 3 Schritte voraus ist, und die meisten Zuhörer sind gedanklich nicht so schnell. Vielleicht hat er schon so viel gesehen, dass er sich manche Dinge vorstellen kann, die vielen anderen verborgen bleiben. Ich weiß es nicht.

Den vorliegenden Bildband nennt der Autor im Untertitel „Eine Autobiografie in Bildern„. Um ganz ehrlich zu sein: Ich finde die Bilder beim ersten Durchblättern ein wenig unzusammenhängend. Es fehlt irgendwie der rote Faden. Den habe ich jedenfalls vermisst. Vielleicht bin ich zu blöd, den zu erkennen; kann sein. Und was meint er mit „Schwein gehabt“? Dass seine Eltern nicht in Auschwitz umgebracht wurden? Dass er erst nach dem Zusammenbruch der Nazi-Herrschaft und dem Holocaust geboren wurde? Das wäre meine Erklärung, aber ich finde sie nirgendwo bestätigt.

Trotz dieser ersten Eindrücke konnte ich dieses Buch nicht einfach aus der Hand legen. Jedes der 9 Kapitel beginnt mit einer Auflistung von Worten. Ich glaube, das sollen die Stichworte sein, unter denen die jeweiligen Fotos einzuordnen sind. Die einzelnen Kapitel mit ihren Stichworten im einzelnen:

  • Atlas · Fotoapparat · Horizonte · Aufbruch · Salzwasser · Freiheit · Träume · Augenblicke · Camping · Asphalt · Monumente · Übersee
  • Glaube · Wahnsinn · Appetit · Proviant · Kühlschrank · Omelett · Geschmack · Hoffnung · Beichte · Hunger · Selbstporträt · Alien
  • Wende · Kleingarten · Einheit · Dorf · Parolen · Abstellgleis · Verhüllung · Baggersee · Land · Tourist · Supermarkt · Disco
  • Sonne · Emigrant · Jesus · Bauhaus · Straßencafé · Iris · Besuch · Kinderwagen · Musik · Strand · Jerusalem · Küsschen
  • Raststätte · Shopping · Ordnung · Schwein · Werbung · Verkauf · Einzelhandel · Riesen · Tafel · Auslage · Marlboro · Graffiti
  • Protest · Verkleidung · Laune · Obama · Einstellung · Anhänger · Lebensstil · Inspiration · Hörner · Politiker · Charakter · Mitteilung
  • Freunde · Passanten · Geschäft · Spaziergang · Freiluft · Gasse · Parkbank · Neugier · Verkehr · Pause · Schaufenster · Plakate
  • Schlafen · Erwartung · Erotik · Körper · Schöpfung · Matratze · Peep · Unterwäsche · Zimmer · Figuren · Einsamkeit · Sexshop
  • Itzig · Monika · Lucy · Wilma · Jacky · Donald · Amos · Susanne · Bernd · Heinz · Babsy · Richard · Magnus · Rex · Michael · Leon

In einem Fotoband über sich selbst dürfen ja Selfies, also Fotos von sich selber, nicht fehlen. Die bleiben hier glücklicherweise auf ein Minimum beschränkt. Man merkt irgendwie schon die Neugierde an anderen Menschen, Gebäuden, Szenen. Die Bilder aufgenommen im eigenen Büro, in Warschau, Kalifornien, Berlin, Israel, an der Ostsee, Italien, auf Island, Indien, Niederlande, in der DDR (als es die noch gab), Krakau, Auschwitz, Virginia, Thailand, Irland, Boston, New York, Südtirol und vermutlich einige mehr, die ich übersehen habe. Man sieht: Broder ist weit gereist und zu Hause an vielen Orten in der Welt. Einige Passionen von Hendryk M. Broder kann man erkennen: 1. Essen: In allen Variationen fotografiert, sowohl die zubereiteten Speisen (von Bockwurst mit Senf über Pizza bis Matjes) wurden abgelichtet, als auch Freunde, die gerade genüsslich speisen oder er selbst, wenn er lustvoll in einen Bagel beißt. 2. Bauen, Wohnen und Leben in Israel (vor allem Tel Aviv). 3. Menschen allen Alters und aller Länder, die er bereist hat. Schulkinder in Uniform, Jugendliche auf Rollerblades, Straßenhändler, junge Frauen mit Mandela-Tshirts, Zwillinge, ein älteres Ehepaar auf der Bank sitzend und viele mehr.

Für mich war dieses Buch erst auf den zweiten Blick ein Wunderschöner Bildband. Wer Schnappschüsse von Menschen mag, wird es lieben darin zu blättern.

Diese Wunderschönen Bildbände könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Detailsuche

Verlage
Mitwirkende
Sprache
Buchreihe
Themen
Preisbereich
€ 0,00€ 250,00

Keine Buchbesprechung mehr verpassen.