Lost Places Beelitz-Heilstätten

Mit Textbeiträgen von Martin Heydecke

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-89812-652-6
Erscheinungsdatum
9. September 2014
Sprache(n)
,
Format
Gebunden
Abmessungen
23 x 2,3 x 27,2 cm
Anzahl Seiten
128
Preis
€ 19,90

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Beschreibung des Verlages

Mielzarjewicz entdeckt in stimmungsvollen Schwarzweißfotos den Charme und den architektonischen Reiz der zwischen 1898 und 1930 errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten in der Nähe von Berlin

Erneut begibt sich Marc Mielzarjewicz auf die Spur verlassener und verfallener Gebäude. Diesmal gerät der »verlorene Ort« Beelitz-Heilstätten in seinen Fokus. Die zwischen 1898 und 1930 errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten mit 60 Gebäuden bilden eine der größten Krankenhausanlagen im Berliner Umland. Zur Zeit seiner Erbauung ein hochmoderner Komplex ist dieser Ort heute noch immer ein gesamtarchitektonisches Denkmal, doch längst nicht vor Verfall geschützt.
»Lost Places. Beelitz-Heilstätten« konzentriert sich nicht nur auf die Totalen der Hallen, Gänge und Flure, sondern entdeckt, wie schon in den Bänden zuvor, die reizvollen Details, die durch das fotografische Spiel mit Licht, Schatten und Formen und den archäologischen Blick zu einem ästhetischen Gesamtgenuss werden.

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Pressestimmen

»Vier Bücher, alle mit stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografien, hat Marc Mielzarjewicz schon gemacht. Aus den Bildern spricht leise Melancholie. Die Bücher dokumentieren, was bleibt, wenn der Mensch verschwunden ist.« (Susanne von Schenck, Deutschlandradio Kultur)

»Prächtige Arkaden, riesige Speisesäle: Vor rund hundert Jahren waren die Beelitzer Heilstätten der Luxuskurort für Berliner. Mittlerweile ist die Oase, in der Hitler behandelt wurde und Honecker Zuflucht fand, ein verlassener Ort. Der Fotograf Marc Mielzarjewicz hat den Zauber des Verfalls auf faszinierende Bilder gebannt.« (SPIEGELonline einestages)

»Mit seinen Schwarz-Weiß-Fotografien und einem Blick für Details gelingt es Mark Mielzarjewicz in diesem Bildband, die faszinierende Atmosphäre dieses Ortes zu vermitteln.« (Berlin Story Verlag)

»›Lost Places. Beelitz-Heilstätten‹ konzentriert sich nicht nur auf die Totalen der Hallen, Gänge und Flure, sondern entdeckt die reizvollen Details, die durch das fotografische Spiel mit Licht, Schatten und Formen und den archäologischen Blick eine Ästhetik nicht ganz frei von morbidem Charme zeigen.« (Volkssolidarität Bundesverband)

»Der aufwendig gestaltete Bildband ist auch eine ‚Werbeschrift‘ für die ’schlafenden Kleinode‘. Leere, Verlassenheit und einsetzender Verfall werden hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.« (Märkische Allgemeine/Potsdamer Stadtkurier)

»Marc Mielzarjewicz hält in ›Lost Places. Beelitz-Heilstätten‹ auf eindrucksvolle Weise den morbiden Charme eines zerfallenden Glanzstückes einer vergangenen Epoche fest. Seine Bilder behüten die spezielle Aura des Gebäudekomplexes und konservieren die gewonnenen Eindrücke eines zur Zeit der Aufnahmen noch fast unberührten Architekturdenkmales. Durch die Art der Präsentation regt das Buch zudem zum Nachdenken über den Respekt gegenüber solchen Bauwerken an und erzählt die Geschichte des Verfalls einer Gesellschaft, obgleich diese nicht offensichtlich niedergeschrieben ist. Eine gewisse Tristesse begleitet den Betrachter dieses Buches, wenn er durch die eindrucksvollen und ergreifenden Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Bildbandes blättert.« (necroweb.de)

»Der Fotograf Marc Mielzarjewicz hat vor allem den morbiden Charme von verfallenden Gebäuden im Sinn, wenn er fotografiert. Und darin ist er tatsächlich ein Meister. Er will die spezielle Aura von Häusern einerseits behüten, fast konservieren und sie zugleich in ihrem anderen, dem zerrinnenden Zustand, im Verfall, in ihrer ganzen Schönheit präsentieren. Das klingt widersprüchlich, macht aber die vollkommene Faszination seiner Bilder aus.« (Kulturradio RBB)

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

In diesem Wunderschönen Bildband geht es um die ehemalige Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten in Brandenburg, zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin errichtetet.

Der Mitteldeutsche Verlag hat inzwischen zahlreiche Titel über „Lost Places„, verlassene Orte herausgegeben. Dies ist, soweit ich weiss, der einzige, der sich nur mit einem einzigen verlassenen Ort beschäftigt. Kein Wunder, denn das denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden steht auf einer Gesamtfläche von ca. 200 ha. Zu dem Komplex gehörte, jeweils für Männer und Frauen getrennt, 2 Sanatorien und 2 Lungenheilstätten, sowie ein Heizkraftwerk mit Maschinensaal und Wasserturm. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Beelitz-Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Soldaten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Heilstätten teils schwer beschädigt wurden, wurde das Gelände 1945 von der Roten Armee übernommen. Die Heilstätten dienten bis 1994 als das größte Militärhospital der sowjetischen/russischen Armee im Ausland.

Dies alles ist der Hintergrund zu den nunmehr größtenteils verlassenen und verwahrlosten Gebäuden. Dieser Wunderschöne Bildband zeigt im Detail in Innen- und Außenaufnahmen, den heutigen Zustand der Anlage. Die Stimmung des Niedergangs wird hier besonders gut herübergebracht, indem ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotos gezeigt werden. Faszinierend zu sehen, wie sich die Natur Stück für Stück alles wieder zurück holt. Der Band beinhaltet auch einen Grundriss, sodass man sich die Ausmaße des Krankenhaus-Komplexes vorstellen kann.

Dies ist ein hochinteressantes Stück Zeitgeschichte, dass ich sehr empfehlen kann.

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