Köln 68!

Protest. Pop. Provokation.

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-96176-048-0
Erscheinungsdatum
22. Oktober 2018
Sprache(n)
Format
Hardcover
Abbildungen
388 Abbildungen
Abmessungen
22,8 x 3,8 x 27,7 cm
Anzahl Seiten
488
Preis
€ 29,90

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Aufbruch und Umbruch

Die Ereignisse der späten 1960er-Jahre markieren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen bedeutsamen Einschnitt. Die Stimmung innerhalb der jungen Generation war angespannt. Städte, wie Berkley, Mexiko Stadt, Paris und Prag wurden zu Zentren des Protests gegen die starren Verhältnisse, mit dem junge Menschen die politischen Institutionen herausforderten – so auch in Deutschland. Doch auch Wohnen, Sprache, Kunst, Kultur und Musik standen gleichermaßen auf dem Prüfstand und wurden nachhaltig beeinflusst.

Heute steht „1968“ für vieles. Für Sit-ins, Straßenschlachten, Anti-Vietnamkriegsproteste, Kampf gegen alte Nazis, lockere Geschlechterbeziehungen, antiautoritäre Erziehung, lange Haare oder Aussteigerkommunen, vor allem aber: für Aufbruch und Umbruch. Auch in Köln wird für mehr Freiheit und Selbstbestimmung demonstriert und es kommt zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht. Mit Flugblättern, Transparenten und neuen Demonstrationsformen verschafften die protestierenden Studierenden ihren Forderungen Gehör und legten die Grundlage für viele neue Entwicklungen in der Stadt.

Der faszinierenden Geschichte Kölns in Zeiten des Konflikts heftet sich dieses Buch an die Fersen. Es erzählt vom Politischen Nachtgebet, dem Neumarkt der Künste, dem Kölner Soundtrack der 60er Jahre, der Theatergruppe Floh De Cologne, von Kinderläden und neuen Protestformen. Es zeichnet das Bild einer Stadt im Umbruch, die auch mit sich selbst ringt. Es bindet dabei die Erzählungen und Erinnerungen von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen ein und spürt der Frage nach: „Was war Köln 68 und was ist davon in Politik, Kultur und Alltag geblieben?“.

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Pressestimmen

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

1968: Die Stimmung in der jungen Generation, insbesondere unter den Studenten, ist angespannt. Sie fordern das bürgerliche Establishment heraus – in Deutschland, aber auch in Frankreich, den USA oder Italien. Alles steht auf dem Prüfstand – zuerst natürlich die Politik, aber auch Wohnen, Sprache, Kunst, Kultur, Geschlechterrollen einschließlich Sexualleben sowie Musik und vieles mehr. Viele unserer liberalen Grundwerte, die unser Leben und unsere Gesellschaft heute bestimmen, sind in jener Zeit erkämpft und erstritten worden.

Köln ist da keine Ausnahme, auch wenn es nicht das Epi-Zentrum des Protestes ist, wie z.B. Hamburg, Frankfurt und Berlin. Aber auch in der größten Metropole des Rheinlandes gehen Studentinnen und Studenten für mehr Demokratie und Mitspracherecht auf die Straße. Aber der Protest geht nicht nur von Studierenden aus: Schülerinnen und Schüler, Kunstschaffende, sowie gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – der Protest war in Köln vielerorts sichtbar. Die Protestbewegung ist oftmals gepaart mit neuen Mode- und Musikrichtungen, ein eigener Stil und ein unverwechselbarer Soundtrack sind die äußeren Merkmale.

Dieser wunderschöne Bildband zeigt die ganze Bandbreite der Umwälzungen von 1968 auf: In der darstellenden Kunst, dem Theater, der Mode, Kabarett und Musik über die Stadtplanung und die ersten Bürgerinitiativen, die sich gegen sie organisieren, bis hin zum gesamten Bildungs- und Erziehungsbereich von Schulen und Kindergärten. Der erste »Kinderladen« wurde in Köln bereits 1965 gegründet. Auch andere Institutionen bleiben nicht unverändert, selbst die evangelische und die in Köln sehr starke katholische Kirche geraten – von innen und außen – unter Druck. Der erste »Dritte Welt Laden« wird 1976 gegründet, dem Jahr, in dem auch die Welle an Hausbesetzungen beginnt, die sich in Köln lange hinziehen wird. Thema sind selbstverständlich auch die Frauen-, Lesben- und Schwulenbewegung, sowohl in klassisch-politischer als auch in subkultureller Hinsicht.

Dies ist der Begleitband zur Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum vom Oktober 2018 bis Februar 2019. Er enthält zahlreiche Zeitungsausschnitte, Plakate, Fotografien und Faksimile von Dokumenten. Es lässt zahlreiche Zeitzeugen zu Wort kommen und beschreibt das Gesellschaftsbild »den Mief« jener Tage. Das Buch hat knapp 500 Seiten und ist vollgestopft mit Informationen und Eindrücken, Erinnerungen und Überblicken. Es stellt die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus.

Ein Wunderschöner Bildband, empfehlenswert für jeden, der sich für die jüngere Geschichte der Bundesrepublik interessiert.

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