Jean-Michel Basquiat

XXL-Ausgabe

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-8365-7487-7
Erscheinungsdatum
29. Oktober 2018
Sprache(n)
Format
Hardcover im Schutzumschlag, mit Lesezeichenband, im dekorativen Transportkarton
Abmessungen
32,3 x 8,6 x 47,7 cm
Anzahl Seiten
500
Preis
€ 150,00

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Beschreibung des Verlages

Diese XXL-Monografie bietet die Möglichkeit, Basquiats Werke in ihrer oftmals wilden und nicht leicht entschlüsselbaren Verschränkung von Bild und Text en détail zu studieren. Die Texte des Herausgebers Hans Werner Holzwarth sowie der Kuratorin und Kunsthistorikerin Eleanor Nairne stellen einen Künstler vor, dessen Werk heute noch so frisch und eindringlich wirkt wie vor dreißig Jahren.

Jean-Michel Basquiat (1960–1988) trat erstmals unter dem Tag-Namen SAMO in der New Yorker Kunstszene in Erscheinung, als er sarkastische Kommentare und fragmentierte Gedichte an die Wände der Stadt sprühte. Als diese Untergrundszene, geprägt von Street-Art, Hip-Hop und Post-Punk, in immer etabliertere Kreise vordrang, gelang auch Basquiat der Sprung in die Galerien.

Indem er nun auf Leinwände malte, statt an Wände zu kritzeln, fand Basquiat zu einem ausdrucksstarken Stil, in dem Text und Bild, historische Verweise und Zeitkritik eine verblüffende Verbindung eingingen. Seine Gemälde lesen sich wie Tagebücher, denn ihre Themen lagen ihm stets persönlich am Herzen. Sie waren oft politisch und spiegelten seine Erfahrungen als schwarzer Künstler in einer statusbewussten Szene. Inspiriert von den Stars des Jazz, großen Boxern oder Basketballspielern, lautete seine Antwort auf die Frage nach seinen Themen dann auch „Könige, Heldentum und die Straße“.

Der Erfolg stellte sich rasch ein: Bereits 1981 war Basquiat in den wichtigsten New Yorker Galerien vertreten und bald danach weltweit ein Begriff. Im Jahre 1983 begann er mit Andy Warhol zusammenzuarbeiten, 1985 war er auf dem Titelbild des New York Times Magazine zu sehen. Doch diese Tour de Force forderte ihren Tribut: mit nur 27 Jahren starb Basquiat an einer Überdosis Drogen. Er hinterließ ein Portfolio mit Arbeiten, die bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Frische, Spontaneität und Kraft eingebüßt haben.

Nach zahlreichen Ausstellungskatalogen und Memoiren bietet diese großformatige Basquiat-Monografie die Möglichkeit, Basquiats Werke in hervorragenden Reproduktionen en détail zu studieren. Der umfassende Bildkatalog wird durch eine Einleitung des Herausgebers Hans Werner Holzwarth zum Künstler sowie einen Essay der Kuratorin Eleanor Nairne über seine Themen und künstlerische Entwicklung ergänzt.

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Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

»Ich denke nicht über Kunst nach, wenn ich arbeite. Ich versuche, über das Leben nachzudenken.« (Jean-Michel Basquiat)

Jean-Michel Basquiat (22. Dezember 1960 – 12. August 1988) war ein US-amerikanischer Graffitikünstler, Maler und Zeichner. Er war der erste afroamerikanische Künstler, der in der hauptsächlich weißen Kunstwelt den Durchbruch schaffte. Der gängigen Einordnung als Graffitikünstler widersprach Basquiat: »Ich bin kein Teil der Graffitikunst.« Bis heute polarisiert er bei der Bestimmung seines Stellenwertes in der Kunstgeschichte. Um seine Bilder zu verstehen, schreibt die Essayistin Bell Hooks, müsse man bereit sein, die tragische Dimension eines schwarzen Lebens zu akzeptieren; sie bezieht sich dabei auf James Baldwins Essay The Fire Next Time (1963), »dass es für die Schrecken des schwarzen Lebens keine Sprache gibt.« Basquiats Arbeit gebe diesem Schrecken einen künstlerischen Ausdruck. (Aus: Wikipedia)

Dieser Wunderschöne Bildband stellt einen bis heute gefeierten, wie umstrittenen Künstler aus New York mit Wurzeln in Puerto Rico und Haiti vor, dessen künstlerische Blütezeit die 1980er Jahre waren. Zeiten des Umbruchs und des kulturellen Niedergangs einerseits, aber auch einer jungen, wachsenden Kunst- und Musikszene. Neue Clubs und neue Künstler schlugen wegweisende und stilprägende neue Richtungen ein. Während seines viel zu kurzen Lebens feierte Jean-Michel Basquiat herausragende Erfolge. Zum Beispiel war er mit 21 Jahren der jüngste Teilnehmer bei der documenta in Kassel, mit 22 fand er sich auf dem Cover des New York Times Magazine und arbeitet mit Pop Art-Ikone Andy Warhol zusammen. Er stellt in angesehenen Galerien aus und erreicht hohe Preise beim Verkauf seiner Bilder. Andererseits hasste er die mediale Aufmerksamkeit und litt unter dem täglichen Rassismus in New York. Schließlich gehörte Basquiat auch zum „Klub 27“, einer Gruppe von Künstlern, hauptsächlich Musikern, die bereits mit 27 Jahren starben, wie beispielsweise Brian Jones (Rolling Stones), Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain und vor wenigen Jahren Amy Winehouse. Der drogenabhängige Maler starb an einer Überdosis – wie so viele Legenden des Pop-Zeitalters.

»Jeder Aspekt seines Werks schien symbolisch zuzeigen, wie sehr er Konformität verachtete – sah man ihm beim Malen zu, schwang er den Pinsel wie eine Waffe, stapfte über Haufen von fertigen und unfertigen Zeichnungen, die über den Boden verstreut lagen, verwandelte Dinge, die er im Müll gefunden hatte, in wunderschöne Kunstgegenstände, schnürte und nagelte er seine ‚beinahe‘ gespannten Leinwände zusammen. Der absolute Poet; jede Geste symbolisch, jede Aktion ein Ereignis.« (Keith Haring, Vogue 1988)

Basquiat dachte in erzählerischen Begriffen, als er den schwarzen Protagonisten in das Zentrum seiner Werke rückte. Natürlich sind seine Storys alles andere als geradlinig. Der große Genuss beim Durchblättern und Betrachten seiner Bilder besteht darin, sich in diese Einzelheiten zu begeben, Dinge zusammenzufügen, Anspielungen und Bezüge zu entschlüsseln, jedenfalls so weit man damit kommt. »Ich strebe Klarheit an, aber ich will auch eine Art von Undeutlichkeit haben, irgendwie kryptischer sein« sagte Basquiat. Jede neue Betrachtung dieser Malerei wird neue Details und Bedeutungsebenen zutage fördern. In der Tat war ich beim ersten Durchblättern dieses voluminösen Bandes (fast 6,5 kg) schier erschlagen von der Fülle der Zeichnungen und Gemälde. Es finden sich aber nicht nur Werke des Künstlers, sondern auch zahlreiche Fotos mit Jean-Michel Basquiat, z.B. bei der Arbeit, beim Kiffen, am Filmset des Films „New York Beat“ (in dem er eine der Hauptrollen spielte), gemeinsam mit Andy Warhol und viele andere. Beeindruckend sind insbesondere die aufklappbaren 3- bzw. 4-seitigen Panoramabilder.

Basquiat hat in seinen Zeichnungen und Gemälden auffallend viel Text, genauer gesagt, einzelne Worte und Begriffe integriert. Anspielungen aus der Bibel treffen auf HipHop-Texte, Bezüge zur antiken Mythologie, zu Rassenkonflikten und zu Abstraktem Expressionismus. Ein Werk – ganz und gar zeitgemäß, zugleich aber auch zutiefst historisch. Die Autorin Eleanor Nairne erläutert die Zusammenhänge und die Entwicklung, die Basquiat durchlebte, verständlich und nachvollziehbar. Ein Wunderschöner Bildband nicht nur zum Durchblättern und Anschauen, sondern auch zum Lesen. Ein beeindruckender Kunstband mit Zeichnungen und Gemälden, die unsere Neugierde und Fantasie anregen. Für jeden Freund moderner Kunst sehr empfehlenswert.

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