Irrtümer & Fälschungen der Archäologie

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-96176-030-5
Erscheinungsdatum
26. März 2018
Sprache(n)
Format
Hardcover
Abmessungen
24,5 x 3 x 30,4 cm
Anzahl Seiten
352
Preis
€ 29,90

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Beschreibung des Verlages

Irren ist menschlich!

Jeder von uns irrt täglich, schätzt komplexe Sachverhalte falsch ein und fällt auf Täuschungen herein. Davon bleiben selbst angesehene Wissenschaftler nicht verschont, auch wenn sie ihre Forschungen mit höchster Sorgfalt betreiben. Gerade Archäologen und Historiker können aufgrund der lückenhaften Überlieferung bestenfalls eine Annäherung an geschichtliche Wahrheiten erzielen.

Durchstreifte das legendäre Einhorn einst den Harz? Entdeckte Heinrich Schliemann in Troja wirklich den Schatz des Königs Priamos? Fand sich in Xanten die kostbare Bügelkrone eines fränkischen Herrschers? Handelt es sich bei der Tiara des Saitaphernes um ein Meisterwerk antiker Goldschmiedekunst? Berichten die Hieroglyphen der Necho-Skarabäen von der ersten Umsegelung Afrikas? Grub der Maurer Michael Kaufmann in einem römischen Töpferzentrum tatsächlich dutzende Antiken aus?

Während wir heute wissen, dass diese Fragen mit »Nein« zu beantworten sind, schienen viele Trugbilder zu ihrer Entstehungszeit durchaus überzeugend. Der Katalog zur Ausstellung in Herne und im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim revidiert populäre, aber überholte Thesen zu vergangenen Epochen und ihren Artefakten, rollt spektakuläre Betrugsfälle neu auf und stellt archäologische Arbeitsmethoden vor.

Eine humoristische Einführung zeigt, welche Spuren wir wohl hinterlassen und wie Archäologen der Zukunft über unsere Zeit urteilen könnten. Den Ausgangspunkt bildet die Grafik-Novelle »Motel der Mysterien« von David Macaulay, die in der Ausstellung erstmals museal umgesetzt wird. Sie schildert, wie der Archäologe Howard Carson im 5. Jahrtausend nach (!) Christus eine vermeintliche Kult- und Grabstätte der Yanks entdeckt und seine Funde allesamt fehldeutet.

Über die Mitwirkenden

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VIP-Meinung zu diesem Buch

Pressestimmen

»Es sind die wissenschafts- und kulturgeschichtlichen Hintergründe aber auch die persönlichen Intentionen der beteiligten Fälscher und Wissenschaftler, die den Reiz der jeweiligen Aufsätze ausmachen.« (geschimagazin.wordpress.com)

»Eine gelungene Ausstellung mit einem vielschichtigen, spannend inszenierten Katalog, in dem es Lehrreiches und Unterhaltsames zu entdecken gibt.« (Volker M., Amazon.de und Bücher.de)

»Ja, das ist einmal ein Buch, indem Geschichte auf eine ganz besondere Art und Weise vermittelt wird. Ein Muss für alle Archäologiefans.« (Horst Tress, Magazin Köllefornia)

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

Ich begeistere mich immer wieder für die Archäologie, insbesondere, wenn in Fernsehsendungen wie »Terra X« oder »ZDF-History« spannende Geschichten über die Suche nach Artefakten erzählt wird. Oftmals gleicht die Suche dem Zusammensetzen eines Puzzles aus vielen tausend Teilen. Moderne Archäologie hat, im Gegensatz zu den Zeiten von Alexander von Humboldt oder Heinrich Schliemann, viele präzise Methoden, um Ergebnisse zu analysieren und verifizieren. Dementsprechend war es früher deutlich einfacher, falsche Schlüsse zu ziehen oder einem Betrug aufzusitzen.

Dieser Wunderschöne Bildband ist ein Begleitband zur Sonderausstellung »Irrtümer und Fälschungen der Archäologie« von März bis September 2018 im Westfälischen Landesmuseum in Herne. Anschließend war die Ausstellung zu Gast im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim. Die Ausstellung versuchte die Frage zu beantworten, welche Spuren das 21. Jahrhundert hinterlässt und wie könnten Archäologen in 2.000 Jahren unsere Spuren lesen und interpretieren.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie oft Archäologen schon Fehldeutungen und Betrügereien aufgesessen sind. Nachdem sich Museen anscheinend lange dafür schämten, auch Fälschungen in ihren Sammlungen zu haben, scheint sich das Thema seit einigen Jahren recht gut vermarkten zu lassen. So haben sich seit 2011 bereits drei weitere Ausstellungen in der Schweiz und Deutschland dem Thema gewidmet – teils mit einem Augenzwinkern, stets aber mit interessanten Einblicken in die archäologische Forschungsgeschichte. »Irrtümer und Fälschungen der Archäologie« präsentiert sowohl bereits bekannte Exponate wie die vermeintlich skythische Tiara des Saitaphernes, aber auch weniger bekannte, die in insgesamt 17 Essays und einem ausführlichen Katalogteil mit ihren zeitgeschichtlichen Hintergründen vorgestellt werden. Neben den Anekdoten über die Einhörner und gefälschten Terrakotten im Ostjordanland, finden sich Essays, die von Schliemanns Homer-Obsession und Troja-Fehlinterpretationen über den Wissenschaftsskandal um falsche Datierungen angeblich altsteinzeitlicher Knochen bis zu Kujaus gefälschten Hitler-Tagebüchern reichen. Spannend und amüsant erzählt.

Wer sich, wie ich, ein wenig für Archäologie interessiert, wird an diesem Wunderschönen Bildband seine Freude haben.

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