Im großen Krieg

Leben und Sterben des Leutnants Fritz Rümmelein

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-492-05682-3
Erscheinungsdatum
14. Juli 2014
Mitwirkende
Sprache(n)
Format
Halbleinenband
Abbildungen
Mit 256 Abbildungen und zahlreichen Karten
Abmessungen
21,8 x 2,4 x 28 cm
Anzahl Seiten
208
Preis
€ 19,90

Einblicke in diesen Wunderschönen Bildband

Beschreibung des Verlages

Fritz Rümmelein, 19 Jahre alt, meldet sich am 2. August 1914 als Kriegsfreiwilliger. Viereinhalb Jahre lang kämpft er an der Westfront, nimmt an allen großen Schlachten teil und lernt das Grauen der Gräben, aber auch den ganz normalen Alltag des Krieges kennen. Am 4. November 1918, fast auf den Tag genau nach vier Jahren und drei Monaten an der Front und sieben Tage vor dem Waffenstillstand, fällt der Leutnant Fritz Rümmelein. Er hinterlässt Briefe, Tagebücher und Fotos. Ralf Georg Reuth erzählt dieses Leben und gliedert es in den historischen Zusammenhang ein. Karten, Zeitleisten und Begriffserklärungen ermöglichen dem Leser einen leichten Zugang zum Geschehen.

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Pressestimmen

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

In wenigen Wochen jährt sich das Ende des 1. Weltkrieges, der »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts«. Etwa 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Ohne den Ersten Weltkrieg hätte auch der Zweite Weltkrieg, noch viel schrecklicher und mit noch viel mehr Todesopfern, nicht stattgefunden. Für uns Deutsche ist Krieg außerhalb unserer Vorstellungskraft, auch wenn deutsche Soldaten in Afghanistan, im Irak, in Jordanien, im Kosovo, am Horn von Afrika und in einigen Ländern Afrikas im Einsatz sind.

Dieser Bildband trägt für mich eher die Eigenschaft »bedrückend« oder »nachdenklich machend«, denn »Wunderschön«. Aber es ist ein notwendiges Buch. Wir sollten uns immer wieder daran erinnern, dass unsere Generation sich glücklich schätzen kann, eine so lange Friedensperiode erleben zu dürfen und dass wir mit unseren Nachbarländern ausnahmslos in Frieden leben. Wir nehmen das leider meistens als selbstverständlich hin. Ich hatte das Glück, in der 10. Klasse eine mehrtägige Klassenfahrt in das Saarland mitgemacht zu haben. Von dort haben wir auch die Schlachtfelder des 1. Weltkrieges bei Verdun besucht. Ein beklemmendes Erlebnis, das ich nicht vergessen werde. Noch heute ist dort die Kraterlandschaft zu erkennen, die damals durch Millionen Granateinschläge entstanden ist. Im Gebeinhaus von Douaumont ruhen 130 000 Gefallene, die nicht mehr identifiziert werden konnten.

Dieser Band erzählt vom jungen Leutnant Fritz Rümmelein, der stellvertretend für Millionen anderer Soldaten steht, gleichgültig auf welcher Seite sie gekämpft haben und gestorben sind. Er ist 19 Jahre jung, als sein Infanterie-Regiment zur Westfront abrückt. Mit einer 6×6-Kamera macht er während seiner Zeit im Krieg mehr als 1000 Fotografien, einmalige Zeugnisse vom Leben und Überleben an der Front. Vom ersten Moment an fotografiert er den Krieg, schreibt Tagebuch und berichtet in Feldpostbriefen vom Alltag an der Front. Rümmelein zeichnet dabei kein heroisches Bild, sondern zeigt in Wort und Bild den gnadenlosen Alltag im Schützengraben. Für sich selbst hält er alles fest und er scheint den Schrecken ertragen zu können. Deshalb sind auch die Fotos aus diesen Jahren aus heutiger Sicht von unschätzbarem Wert, will man in das Seelenleben der Soldaten von einst blicken.

Es waren vier Jahre zermalmender Überlebenskampf, 1653 Einsatztage im Zeitraum von 1914 bis 1918, den Schwerpunkt davon an der Westfront, minutiöse Aufzeichnungen, Briefe nach Hause, persönliche Bewertungen, detaillierte Schilderungen von Kämpfen und deutliche Hinweise auf den Menschen unter der Uniform. Fritz Rümmelein kehrt im Zinksarg in seine Heimat zurück. Eine Woche vor Unterzeichnung des Waffenstillstands erwischt ihn ein Granatsplitter.

Dieser Wunderschöne Bildband sollte Pflichtlektüre sein. Wir wissen zwar alle, dass Krieg sinnlos ist. Aber manchmal müssen wir unser Wissen wieder auffrischen.

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