Expressionismus

Eine deutsche Kunstrevolution

Bibliografie

ISBN-Nummer
978-3-8365-1989-2
Erscheinungsdatum
17. Juni 2018
Mitwirkende
Sprache(n)
Format
Hardcover
Abmessungen
24,8 x 3,2 x 33,5 cm
Anzahl Seiten
296
Preis
€ 30,00

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Beschreibung des Verlages

Freier Umgang mit Farben, Formen und Perspektiven, grell, intensiv und extrem – die Künstlerinnen und Künstler des Expressionismus läuteten Anfang des 20. Jahrhunderts einen der radikalsten und folgenreichsten Umbrüche in der europäischen Kunst ein. Dietmar Elger zeichnet in diesem Band die Geschichte dieser Revolution nach und stellt neben ihren großen Protagonisten wie Kandinsky, Kokoschka, Beckmann oder Nolde und den zentralen Künstlervereinigungen „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“ auch regionale Spielarten und zu Unrecht in Vergessenheit geratene Akteure vor.

Die Generation deutscher Malerinnen und Maler, die unter dem Begriff Expressionismus zusammengefasst wird, einte das Unbehagen an ihrer technikbegeisterten und fortschrittsgläubigen Zeit und der Widerwille gegen die wilhelminisch-militaristische und bürgerlich-kapitalistische Lebens- und Gesellschaftsform. Mit revolutionärem Impetus erklärten die Expressionisten jede wirklichkeitsgetreue Wiedergabe eines Motivs für überholt. Allein auf die Gefühlsregung, die es auslöste, kam es an. Damit schrieben die Expressionisten eines der entscheidenden Kapitel der Klassischen Moderne: Sie nahmen Anleihen bei der Kunst afrikanischer Naturvölker, der russischen Volkskunst und beim Jugendstil und schockierten Publikum und Kritik mit Komplementärkontrasten, verzerrten Perspektiven, deformierten Figuren, klaustrophobischen Kompositionen, flächigen Aufträgen in leuchtenden Farben und radikaler Motivreduzierung. Dietmar Elger, der Leiter des Gerhard Richter Archivs und Oberkustos am Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, stellt in dieser Gesamtschau die Protagonisten und die kreativen Zentren und Nebenschauplätze des Phänomens Expressionismus vor. Er präsentiert ihre immense Vielfalt an Ausdrucksformen, die es ermöglicht, dass wir neben kraftvollen Leuchtstreifen von Wassily Kandinksy die blassen, kränklich anmutenden Farbtöne von Ernst Ludwig Kirchner finden können, die futuristischen Facetten von Franz Marc neben einer partiellen Rückkehr zu den bunten Tupfern des Impressionismus bei Emil Nolde und chaotische, albtraumhafte Großstadtszenerien neben verblüffend kolorierten Naturidyllen.

Künstler wie Beckmann, Kandinsky, Kirchner, Kokoschka, Nolde oder Schiele, einst verhöhnt und später von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt, sind heute Publikumsmagneten und sorgen regelmäßig für lange Schlangen vor den Museumskassen. Elger widmet sich in seiner Darstellung aber auch heute weitgehend vergessenen Künstlerinnen und Künstlern wie Conrad Felixmüller, Ludwig Meidner und Marianne von Werefkin und zeichnet so ein fakten- und kenntnisreiches Bild eines radikalen Paradigmenwechsels in der Geschichte der modernen Kunst.

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Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband

»Aus Kubismus und Futurismus wurde der falsche Hase, das metaphysische deutsche Beefsteak, der Expressionismus gehackt« (El Lissitzky & Hans Arp, 1925)

Der Expressionismus ist eine Stilrichtung der bildenden Kunst, die als künstlerische Bewegung im frühen 20. Jahrhundert innerhalb des deutschsprachigen Raumes erstmals in der Malerei und der Grafik hervortrat. Wie bereits zuvor im Fauvismus in Frankreich stellte sich der Expressionismus den bildnerischen Gestaltungsweisen des Impressionismus entgegen und stand diesem diametral gegenüber. In den expressionistischen Bildwerken treten ein freier Umgang mit Farbe und Form in häufiger Verwendung ungemischter Farben und im deutschsprachigen Raum des Weiteren die Verwendung holzschnittartiger Formen hervor. Weitere Charakteristika sind eine Motivreduzierung auf markante Formelemente der Bildobjekte und eine Auflösung der traditionellen Perspektive. Den Künstlern dieser Epoche waren nicht die wirklichkeitsgetreue Weitergabe von Eindrücken und schöne Formen wichtig; im Gegensatz zu den impressionistischen Malern drückten die Expressionisten ihre subjektiven Regungen aus. Sie gaben direkt und spontan ein »durchfühlt« interpretiertes Motiv weiter. (Siehe Wikipedia)

Dieser Wunderschöne Bildband stellt die Protagonisten dieser künstlerische Epoche vor und präsentiert zahlreiche ihrer Gemälde. Dabei gibt es einige regionale Künstlergruppen, wie »Die Brücke« mit Ernst-Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, MaxPechstein und Otto Mueller in Dresden, die norddeutschen Expressionisten wie Emil Nolde, Paula Modersohn-Becker und Christian Rohlfs, der »Blaue Reiter« in Oberbayern mit Wassily Kandinsky, Franz Marc (siehe Bildband Franz Marc), Alexej von Jawlensky, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin und die rheinischen Vertreter, wie August Macke, Heinrich Campendonk und Wilhelm Morgner. Außerdem Maler aus Wien wie Oskar Kokoschka und Egon Schiele und einige Maler, die keiner Künstlergruppe zuzuordnen sind, wie Max Beckmann, Otto Dix, George Grosz, Conrad Felixmüller, Ludwig Meidner und Lyonel Feininger. Jeder dieser 22 Künstler in seiner persönlichen und künstlerischen Entwicklung porträtiert. Dabei werden auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Malern deutlich, vor allem ihre Entwicklung nach dem ersten Weltkrieg.

Dieser Wunderschöne Bildband hat mir geholfen, den Expressionismus ein wenig besser zu verstehen und die Kunst dieser Epoche mehr wert zu schätzen. Sehr empfehlenswert.

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