Das BILD-Buch

Bibliografie

  • ISBN:978-3-8365-7074-9

  • Verlag:TASCHEN

  • Mitwirkende: Jean-Remy von Matt, Julian Reichelt, Vitali Klitschko, Kai Diekmann, Franz-Josef Wagner, Stefan Aust, Ferdinand von Schirach

  • Medienart:Buch

  • Format:Hardcover

  • Sprache:Deutsch

  • Anzahl Seiten:812

  • Abmessungen:26 x 37 cm

  • Erscheinungsdatum:23. September 2017

  • Preis:€ 39,99

Einblicke in diesen Wunderschönen Bildband:

Beschreibung des Verlages:

Dieses in jeder Hinsicht gewichtige Werk lädt zu einer Zeitreise: über 65 Jahre deutsche Geschichte und Weltpolitik, wie Deutschlands umstrittenste Zeitung sie sah. Von den Wirtschaftswunderjahren der jungen Bundesrepublik über Pillenknick und erste Mondlandung, den Terror der RAF, Bumm-Bumm-Boris und „Wir sind Papst” bis hin zu den Politikeraffären unserer Tage: Stets war BILD ganz nah dran am Geschehen, unverblümt und oft auch erbarmungslos.

„Eine Epoche nachfühlbar machen“, so definiert Ex-BILD-Chefredakteur und Mitherausgeber Kai Diekmann das Ziel dieser einzigartigen Kooperation zwischen dem Axel Springer Verlag und TASCHEN. Wie gut dies gelungen ist, kann jeder Leser selbst beim Blättern überprüfen – mit nostalgischem Staunen, kritisch gerunzelter Stirn oder ungläubigem Auflachen. Das war Deutschland? Aber ja doch.

  • Monat für Monat die wichtigste, schrägste oder kontroverseste BILD-Titelseite, von Juni 1952 bis Juli 2017. Darunter alle, die seit der allerersten Ausgabe (mit Winston Churchill) Pressegeschichte schrieben
  • 812 Seiten am Stück mit den frechsten Titelsprüchen, bizarrsten Meldungen und spektakulärsten Fotos
  • Mit einleitenden Worten von Kai Diekmann, packenden Essays von Stefan Aust, Jean-Remy von Matt und Vitali Klitschko, einem Textjuwel des Schriftstellers Ferdinand von Schirach sowie einer furiosen Liebeserklärung an BILD von Franz Josef Wagner
  • Ein Geschichtsbuch der unsentimentalen Art, das neben den Ereignissen auch die Zeitstimmung der Dekaden transportiert
  • Gewinner des Red Dot Design Awards

Pressestimmen:

„Ein einmaliges Dokument der Zeitgeschichte.“ (Die Welt)

Über die Mitwirkenden:

Julian Reichelt ist seit Februar 2017 Vorsitzender der BILD-Chefredaktionen. Diese Funktion übt er zusätzlich zu seiner seit Februar 2014 bestehenden Funktion als Chefredakteur BILD Digital aus. Zuvor berichtete er als Reporter und Chefreporter von BILD zehn Jahre lang aus Kriegs- und Krisengebieten, u.a. aus dem Irak und Afghanistan, aus Ägypten und Libyen während der arabischen Revolution und zuletzt aus Syrien.

Kai Diekmann ist Chefredakteur von BILD sowie Gesamtherausgeber der BILD-Gruppe. 1985 begann er beim Axel Springer Verlag als Volontär der Journalistenschule Axel Springer in Hamburg, mit Stationen in Bonn und New York. Danach war er Chefreporter bei Bunte, Stv. Chefredakteur der B.Z., Politikchef von BILD in Hamburg und Chefredakteur der Welt am Sonntag.

Stefan Aust war ab 1970 Mitarbeiter des NDRs, unter anderem für das Fernsehmagazin Panorama, danach Chefredakteur und Moderator von Spiegel TV. 1994 bis 2008 amtierte er als Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel. Aust ist Verfasser zahlreicher Bücher zu verschiedenen politischen Themen, darunter Der Baader Meinhof Komplex, Drehbuchautor (preisgekrönt für Stammheim) sowie Regisseur mehrerer Fernsehdokumentationen. Seit 2014 ist er Herausgeber der Welt.

Franz Josef Wagner ist Deutschlands meistgelesener Kolumnist. Er schrieb ab 1966 für den Axel Springer Verlag, unter anderem als Kriegsberichterstatter und Chefreporter von BILD. Er war Chefredakteur von Bunte und B.Z. und 2001 wurde er „Chefkolumnist“ bei Springer. Für Post von Wagner erhielt er 2002 den Journalisten-Preis „Goldene Feder“. Wagner verfasste die literarische Autobiografie Brief an Deutschland sowie mehrere Romane.

Ferdinand von Schirach ist seit 1994 niedergelassener Anwalt in Berlin und einer der renommiertesten Strafverteidiger der Republik. Die gefeierten Erzählungsbände Verbrechen und Schuld, sowie die Romane Der Fall Collini und Tabu wurden zu internationalen Bestsellern mit Übersetzungen in mehr als 30 Sprachen. Weitere Texte von Schirachs erschienen in der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie in der Kolumne „Einspruch“ im Spiegel (als Essayband unter dem Titel Die Würde ist antastbar erschienen). Sein Theaterstück Terror wurde im Oktober 2015 uraufgeführt.

Jean-Remy von Matt war als kreativer Texter bei führenden deutschen Werbeunternehmen tätig. 1991 gründete der diplomierte Werbekaufmann zusammen mit Holger Jung die Werbeagentur Jung von Matt in Hamburg, die seither zu einem der führenden Unternehmen der Branche im deutschsprachigen Raum avancierte. Zu den populärsten Kunden des Hauses neben BILD zählten Mercedes Benz, TUI, die Sparkasse und der Autovermieter Sixt. Matt wurde 2003 Professor für Werbung an der Hochschule Wismar und 2004 Mitglied im Art Directors Club Schweiz. 2006 wurde er Ehrenmitglied im ADC Deutschland und 2007 Präsident der Outdoor Jury in Cannes.

Vitali Klitschko ist ehemaliger mehrfacher Profibox-Weltmeister und Politiker in seiner Heimat Ukraine, wo er 2010 die Partei Ukrainische demokratische Allianz für Reformen (UDAR) gründete. Am 25. Mai 2014 wurde er zum Bürgermeister von Kiew gewählt und seit August 2015 ist Klitschko Vorsitzender der vereinigten Präsidentenpartei Block Petro Poroschenko.

Meine Gedanken zu diesem Wunderschönen Bildband:

Ich habe die Bild-Zeitung nie gemocht. Politisch entspricht sie selten meinem Verständnis und überhaupt ist sie mir zu reißerisch. Außerdem versucht sie hier und da mehr zu sein, als eine Zeitung, nämlich Einfluss zu nehmen. Der Fall Christian Wulff sei hier exemplarisch genannt. Trotzdem kann sich ihr niemand entziehen. Ihre Omnipräsenz, ihrem Einfluss auf Politik und Gesellschaft kann man nicht wegdiskutieren. Die Bild-Zeitung ist ein Spiegel des Zeitgeistes und der gesellschaftlichen Entwicklung.

Manche Schlagzeilen sind als Redewendungen in die deutsche Sprache eingegangen, wie zum Beispiel "Wir sind Papst" oder "Rudi, haudi, Saudi". Die Bild-Zeitung vereinfacht und polarisiert. Sie arbeitet bevorzugt mit Schlagwörtern und Metaphern. Oft werden Ausrufe, Imperative oder besonders hohe oder niedrige Zahlen verwendet. Schlagzeilen werden durch Ellipsen so weit reduziert, dass sie aus möglichst wenigen Wörtern bestehen. Die Redaktion arbeitet außerdem häufig mit dem Mittel der Verballhornung von Namen bekannter Persönlichkeiten. Es werden reißerische Schlagzeilen wie „Komet rast auf die Erde zu!“ geschrieben, was im Artikel dann wieder relativiert wird.

Dieser Wunderschöne Bildband zeigt die Geschichte der letzten 65 Jahre anhand einer Auswahl von Titelseiten der Bild-Zeitung. Mit diesen 812 Titelseiten lässt sich die Geschichte unseres Landes sehr gut nachzeichnen, auch wenn dies nicht einer wissenschaftlichen Geschichtsschreibung genüge tun würde. Mit Schlagzeilen und mit vielen Bildern ist die Geschichte deutlich einfacher erläutert, auch wenn manchmal die Präzision auf der Strecke bleibt. Ich fand in diesem Buch viele Erinnerungen, gute wie schlechte: Der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaften 1974, 1990 und 2014 · Der 11. September 2001 · Der Fall der Mauer · Der Terroranschlag bei Olympia 1972 in München · Amtlich: Hitler-Tagebücher gefälscht, um nur einige zu nennen.

Ich kann diesen Wunderschönen Bildband auch denen empfehlen, die die Bild-Zeitung nicht mögen. Er ist wie ein Poesie-Album der Zeitgeschichte. Aber trotzdem werde ich mir weiterhin die Bild-Zeitung nur in Ausnahmefällen antun. Ok, heute nachmittag, wenn ich ins Café gehe, werde ich durch die Bild am Sonntag blättern...

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